Creativity behind the Scenes

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Ich weiß nicht wie es euch geht, aber Leuten etwas zu zeigen was man erschaffen und kreiert hat, erfüllte mich immer mit Stolz. Wenn ich ein Bild gemalt oder ein Outfit zusammen gestellt habe war es im Prinzip ein kreativer Prozess den ich durchlaufen habe, dessen Ergebnis man anderen Menschen präsentieren kann. Die meisten Menschen sind sehr visuell, was bedeutet, dass sie sehen müssen, was sie den ganzen Tag gemacht haben, um das Gefühl zu bekommen, etwas „erreicht“ zu haben. Ich kann das voll und ganz nachvollziehen, denn ich bin kein Stück anders. Es ist ein großartiges Gefühl einen Schritt zurück zu machen um sein Werk zu betrachten, in das man so viel Arbeit hineingesteckt hat. Darauf kann man echt stolz sein.

Weil ich dieses Gefühl so mochte habe ich tatsächlich angefangen etwas Kreatives zu studieren, damit ich am Ende des Tages Menschen zeigen konnte was ich gestaltet habe. In den letzten Jahren war ich und all die Leute um mich herum dazu in der Lage eine Menge schöner Dinge zu designen, welche wir dann auf unser Online Portfolio hoch geladen haben. Dieses Portfolio ist unsere Art zu präsentieren was wir machen, auch in Hinblick auf zukünftige Arbeitgeber.

Meine Wahl in England Promotional Media zu studieren und eben nicht klassisches Grafik Design, ließ mein Online Portfolio regelrecht stagnieren. Plötzlich habe ich nicht mehr rund um die Uhr Sachen kreiert und Photoshop und Indesign benutze ich weniger und weniger, obwohl sie meine Standartprogramme sind. Dazu kam, das ich anfing zu schreiben, Essays, Reports, Reflective Writing etc. So richtig akademischen Kram, mit dem ich völlig überfordert war. Ich verbrachte Stunden damit an meinem Schreibtisch zu sitzen und Wörter über Wörter in meinen Laptop zu tippen, leere Seiten mit Inhalt zu füllen. Als ich fertig war, war ich stolz auf das, was ich erschaffen hatte, auch, weil ich mir so unglaublich viel Mühe dabei gab. Am Ende war es allerdings nur ein Dokument welches in irgendeinem Ordner auf meinem Laptop versauerte. Niemand wird es je wieder öffnen, noch wird es jemand lesen außer ich selbst. Ich hatte kein Bild mehr zum Vorzeigen, kein Outfit mehr zum Bewundern. Ich hatte nichts mehr in der Hand was ich anderen Menschen hätte zeigen können, nur tausende Wörter versteckt auf meinem Laptop.

Um ehrlich zu sein klingt es wirklich langweilig und vor allem frustrierend zu schreiben. Natürlich ist das Filmen einer Doku oder die total durch designte Bachelorarbeit einer Freundin spannender, weil wir alle visuell veranlagt sind. Wir bewundern was wir sehen, weil es schön aussieht. Doch wie gut verstehen wir was wir sehen? Schauen wir nur, oder sehen wir? Verstehen wir die Geschichte hinter einem Bild? Verstehen wir wirklich was hinter einem Design steht, nur weil wir es anschauen?

Versteht mich nicht falsch, ich bin ein absolut großer Fan von Design und Kunst und „all den hübschen Dingen“, aber an einem gewissen Punkt hat mir das persönlich nicht mehr ausgereicht. Ich fing an Dinge zu hinterfragen und versuchte die Geschichte hinter den Dingen zu verstehen. Das Schreiben gibt mir die Möglichkeit den Sinn hinter den Kunstwerken zu verstehen. Sich eine neue Idee auszudenken, um sie mit Hilfe von Worten auf das Papier zu bringen ist meine Art von Design geworden. Ich habe die Chance Gefühle und Emotionen, Information und einen ganz neuen Weg des Denkens dazustellen. Die Kreativität ist etwas versteckter als in einem Gemälde, aber sie ist immer noch da. Ich finde die „Kreativität hinter den Kulissen“ wesentlich spannender als die eigentliche Umsetzung. Durch das Entwickeln neuer Strategien, Ideen, Taktiken und Möglichkeiten und Wege, etwas anders anzugehen bleibt mein Kopf immer gut beschäftigt und mir wird niemals langweilig.

Aktuell kann ich mein Portfolio nicht erweitern da ich nichts Visuelles zum Vorzeigen habe, allerdings habe ich für mich einen eher ungewöhnlichen Weg gefunden, kreativ zu sein. In einer akademischen Arbeit stecken so viele Gedanken und Informationen, so viele Wege wie man etwas darstellen kann und so viel Kreativität, die man auf den ersten Blick nicht sehen kann. Schreiben, lesen und verstehen erfordern etwas mehr als nur ein Blick, aber ich verspreche dir, dass es sich lohnen wird einen zweiten Blick zu riskieren. Es ist nämlich immer noch Kunst, nur in einer etwas anderen Form.

Es ist vielleicht nicht was für Jedermann, für mich jedoch, ist es die Freiheit mich auszudrücken, Informationen zu teilen und Menschen einen kleinen Einblick in meine Gedanken zu geben, wie kreativ die auch immer sein mögen.

x Rapha

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I don’t know about you guys but for me, it was always an achievement and something to be proud of, when I built or created something I could show to other people. A picture I have drawn or a piece of art I created, even putting an outfit together is kind of a creative process you can show to other people. Most people are very visual, which means they need to see what they have done to feel that they have accomplished something. And I totally understand that, because I am definitely the same. It is a great feeling stepping back from the work you have put so much effort in and see what you were able to create. It is something you can be proud of.

Based on these feelings and the attitude of my dad who is hands on, I decided to study something creative where I have the chance to show people my work. During the last couple of years, I, and all the other people who studied with me were able to design a variety of amazing things which we show off in our online portfolios. Not only because it is an outlet for ourselves and our work, but also because other people such as potential employers can see what we have produced.

With my choice of studying Promotional Media and not pure Graphic Design, my online portfolio stagnated. Suddenly, I didn’t create as much content as other people and noticed that I used Photoshop and Indesign, basically my go-to tools, less and less. Besides that, I started writing. Essays, Reports, Reflective Writings, Presentations. Proper academic stuff, that scared the hell out of me. I was spending hours glued to my desk (or my bed when it was too comfy to get up), typing hundreds of words into my laptop, filling blank pages with life. When I finished it, I was so proud of what I have achieved, because I put so much effort into it and had spent so much time writing it. But in the end, it was a document in some file, somewhere on my laptop. Nobody will ever look at it again. Nobody ever looked at it or read it, except me. Unfortunately, I didn’t have a picture or an outfit to show, I had nothing in my hand to show to other people. give to other people to look at. I only had thousands of words hidden on my computer.

It sounds honestly so frustrating and boring to write. Of course, watching a movie, filming a documentary together with my flatmate or looking at design stuff and photography of my friend, is much more exciting because we are all visual. We like what we see because it is pretty. But do we really understand what we are looking at? Do we see the story behind the picture? Do we truly understand the purpose of design just by having a look?

Don’t get me wrong, I absolutely love design and art work and looking at “pretty things”, but at some point, it was not enough for me anymore. I started to question it and wanted to explore the story behind everything. Writing is giving me the opportunity to understand the purpose of something. Taking the idea from my mind to the paper, creating feelings, emotions or just providing information by forming words, is now my way of design. Maybe the creativity is a little bit more hidden and not as obvious as in a drawing or picture, but it is still there. I much more enjoy the “creativity behind the scenes” than the implementation of it. By developing new strategies, ideas, tactics, opportunities, ways of doing something different I keep my mind busy and are far away from being bored.

I am not able to expand my online portfolio any further because I don’t have the visual stuff to show, but I have found a way to still be creative even though it is an unusual way. In an academic piece of writing is so much thinking and information, unique ways of displaying theory and creativity hidden, that people don’t recognise it at first sight. Writing, reading and understanding demand a little bit more time than just looking, but I promise you it is worth risking a second glance at a piece of paper. Because it is still art, just in a different form and shape.

It does not appeal to everyone, but for me, writing is a way to express myself in a unique way, share information and give people an insight in my mind, how creative it may be.

x Rapha

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